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Der digitale Irrtum Morgens, mittags, abends wage ich mich kaum noch auf die Waage. Mit Entsetzen stell ich fest, zum Gipfel fehlt ein kleiner Rest. Der Gipfel ist nun meistens oben, nach unten wird er nicht verschoben. Doch freue ich mich immer wieder, drück ich Gramm für Gramm auch nieder. Ins Fitness- Studio renne ich. Auf dem Laufband quäl ich mich. Der Ergometer trägt mich fort, zu einem weit entfernten Ort und auf der Liege ganz alleine drück ich bäuchlings meine Beine, in die Beuge meiner Knie schau auf den „Galgen“ vis a vis. Laufe, renne, haste, eile schwitzend eine ganze weile, durch das Fitness – Studio, fühl mich gutgelaunt und froh. Nach Sechs Uhr esse ich nichts mehr, der Mittagstisch bleibt für mich leer. Fünf mal Toast an einem Tag, leichter Käse den ich mag. Auf die Waage spring ich dann, die Zahl zieht mich in ihren Bann. Ein Gramm weniger für mich, meine Waag` wie lieb ich dich. Ich lauf vergnüglich etwas später, zu meinem Nachbarn - Apotheker. Dort steht zu meiner großen Plage, die uralte Gewichte- Waage. Da steige ich jetzt mürrisch rauf und das Drama hört nicht auf. Zwei Kilo mehr als noch zu Haus. Das ganze ist mir jetzt ein Graus. Ich wirke wirklich mitgenommen, denn zuhause angekommen. habe ich wieder keine Wahl. Ich springe schnell auf digital. Wieder eine andere Zahl, nun wieg ich mich zum dritten mal. Wieder sind es andere Daten und ich fühle mich verraten. Um mich nicht mehr zu verletzen, werd mein Gewicht ich lieber schätzen.
da tust du gut dran, das Gewicht lieber zu schätzen eine Waage gibt es bei mir schon seit Jahren nicht mehr im Haus. Jede zeigt etwas anderes an, das hat mich auch immer gewurmt