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Es ist eine kleine Geschichte in Gedichtform, leider noch nicht ganz vollendet, aber ich hoffe, dass sie euch trotzdem gefällt.
Das Wunder aus der Bonbondose
Eines Tages und ganz leise spazierte auf unbeschwerte Weise, ein kleines Mädchen unbefangen auf einen kleinen Pfad, dem langen.
Plötzlich kam ein leises Pochen an des Mädchens Ohr gekrochen. Verwundert blickte sie umher in dem grünen Gräsermeer.
Tief im Grase lag versteckt und bis dato unentdeckt eine Dose, glänzend bunt, auf dem feuchten Wiesengrund.
Wie das silberne Besteck, in Oma Trudes Schrank versteckt, glitzerte und glänzte sie so fein. Wem wird sie wohl eigen sein?
„Eine Dose. Ach, wie schön. Die soll sogleich auch Mama sehen.“ So sprach sie und packte sacht die Dose in ein Rucksackfach.
Durch staunen und Gesinge sie alsbald sich dann verfinge mit dem Riemchen ihres Schuh an einem Ast im Nu.
Sie purzelte den steilen Hang hinunter, doch blieb klein Gretchen - puh - putzmunter. Also Kinder, keine Bange. In ihrem Haar hielt selbst die Spange.
Etwas verdutzt, doch heil und froh saß sie dort auf ihrem Po. Nur ihr Kleidchen war verschmutzt bemerkte sie noch recht verdutzt. Nanu! Leises Klagen drang an ihr Ohr. Aus dem verlorenen Rucksack kam's hervor. Ganz leise schlich sie ihm entgegen, beinahe ängstlich, sich zu bewegen.
Doch die Neugierde von klein Gretchen siegte und sie öffnete die Fädchen ihres bunten Rucksacks klein. Mit großen Äuglein blickte sie hinein.
Ohne Furcht griff sie die Dose machte alsdann den Deckel lose und darin saß - man wird’s nicht glauben - ein Männlein und begann zu schnauben.
Ein kleines Etwas mit grüner Mütze das sich auf ein Bonbon stützte. Nun Kinder, was wird es wohl gewesen sein? Ihr habt Recht. Ein Zwerglein klein.
Eine große Beule rieb es am Köpfchen und blickte zu dem Kind mit Zöpfchen. „Bitterböse bist du und gemein! Kannst du denn nicht achtsam sein?“
Gretchen suchte ihre Stimme und fand sie nicht, das war das Schlimme. Der Zwerg hingegen schimpfte weiter. Doch stimmte das klein Gretchen heiter.
„Du bist ja ein lustiger Wicht und der rote Bart in deinem Gesicht“, sprach sie und lächelte von Ohr zu Ohr. Das kam dem Zwerg doch frech nun vor.
Er sprach beleidigt und mit Wut: „Du bist ein rechter Tunichtgut. Stiehlst mein Haus und lässt es fallen - da muss man ja die Fäuste ballen.
Was fällt dir ein, du böses Kind. Weißt du nicht, was Wichte sind? Wir zaubern Naschwerk für die Braven. Die Schlechten sollen wir bestrafen!“
„Böse? Nein, das war ich nicht“, sprach das Gretchen zu dem Wicht. Als dann dicke Tränen über rote Wangen rannen kam dem Wicht gar fürchterliches Bangen.
„Nun hör schon auf du kleines Kind“, rief der Zwerg nun bald geschwind. „Dein Klagen ist ja fürchterlich da werden taub die Ohren - sicherlich.“
Weich wurde da des Wichtels Herz, er fühlte schon gar bitt'ren Schmerz und zog dann aus der kleinen Hose sein Taschentuch - das große.
„Mein Kind, nun putz dir mal die Nase“, sagte er und sprang ins hohe Grase. Tappste hinüber auf den kleinen Beinen und setzte sich auf den größten von drei Steinen.
Da saß er nun, ganz verdrossen ihm fast schon Tränen ins Aug' geschossen. „Nun nimm das Tuch, mein liebes Kind Du weißt doch wie wir Zwerge sind.“
„Wir haben so viel Plag' und Pflicht. Den ganzen Tag – Ach, fürchterlich. Renne kreuz und renne quer, manchmal mag auch ich nicht mehr.“
„Am Kopf hab ich jetzt auch noch eine Beule.“ Doch dann ward Schluss mit dem Geheule. Gretchen lachte ihn nun an da freute sich der kleine Mann. ©SylviaK
Gar tief schneidet jede Klinge, woraus sie auch geschmiedet sei. ©SylviaK.
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