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Vom Weihnachtsmarkt, da komm ich her mit Beinen und der Zunge schwer. All überall an kleinen Buden probiert’ ich von dem Wein, dem guten
und unweit auch vom Kölner Tor sang ich am Bierrondell im Chor. Von feurig’ scharfer Currywurst bekam ich schließlich mächtig Durst.
Doch plötzlich ging’s mir gar nicht recht. Vielleicht war diese Wurst ja schlecht, weil heimlich man den Fleischbestand vom letzten Jahr dazu verwand’?
Mit Curryketchup, etwas Zimt den Faulgeruch man wahr nicht nimmt. Knecht Ruprecht werbend dafür rief: „Aus Bioaufzucht, exklusiv.“
Lallend schwankte er vor mir mit einer vollen Flasche Bier. „Prost du alter Nikolaus, rück schon mal die Knete raus.
Der Weihnachtsmarkt ist einfach cool. Komm mit mir an den Glühweinpool. Wirf weg nun Schlitten, Leinensack, kauf dir’n Ferrari, rot im Lack.
Sag altem Weihnachtsbrauch ade, denn diese Zeiten sind passee. Wir wollen froh und munter feiern, denn nächstes Jahr erhöht man Steuern.
Wer glaubt noch an Weihnachtsmann, der daran auch nichts ändern kann? Trag’s mit Humor, dann ist es leicht. Ich hab schon Rente eingereicht.
Du hast doch längst den Job verloren. Bist nun zum Klettern auserkoren. Freude schenkst du keinem Kind beim Baumeln am Kamin im Wind.
Man sieht dich hängen an Fassaden, stehst rum in jedem kleinen Laden und zitterst am Betonbalkon oftmals im November schon.
Vergiss den Quatsch von Weihnachtsmär’ mit Mandelduft und Kerzenflair. Weihnachtsstimmung mit viel Sprit, promillereich - ist Megahit.
Advent – und stille Weihnachtszeit liegt jedem Herzen doch sehr weit. Schau dich mal um, dann wird dir klar: Nichts ist mehr so wie’s früher war.
Die Menschen hetzen durch den Tag und keiner mehr sich ruhen mag, denn alles dreht sich nur ums Geld. Besinnlichkeit ist abbestellt!
Lass uns saufen, alter Kumpel! Wer steht noch auf dein Gerumpel? Außerdem bringt heute Heil allein der Geiz, denn der ist geil.
Und’s Christkind drückt in sel’ger Ruh’ ganz sicher beide Augen zu.“
Hallo und schönen Guten Abend, liebe Anette, Genau so ist es, nichts ist mehr so , wie es früher war, da waren noch die Kinder, die mit leuchtenden Augen vor den Fenstern der Spielwarengeschäfte standen und die Eisenbahn anschauten, die in herrlich dekorierter Landschaft ihre Kreise drehte, Nikolaus ging durch die verschneiten Straßen und verteilte Nüsse, Äpfel und Lebkuchen, aber heute zählt nur noch Hektik und Glühwein mit Schuß, bis zum Schluß....
Danke für Deine Zeilen, schöne Errinnerungen steigen beim Lesen in mir auf