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Kommt ein Ausländer nach Deutschland,hat er es oft gar nicht leicht. Denn bei uns im schönen Hessen, werden ihm die Knie weich. Voller Fleiß hat er die Sprache unseres Landes einstudiert, doch er hätt in seinem Leben nie gedacht was hier passiert. Schwerer als das schwerste Englisch ist das hessische Geschwätz und der Mensch aus fernem Lande kriegt bei uns ganz schnell die Krätz.
Aus dem Garten wird en "Gadde," aus der Wurst schnell eine "Worscht" wenn er durstig ist bekommt er schnell e Schöppsche fer de "Dorscht." Darmstadt wird bei uns zu "Dammschdat" Eberstadt zu "Ewwerscht "dann und die Haare stehn zu Berge unserm armen, fremden Mann.
Auch das "n" bei manchen Worten lasssen wir ganz einfach weg, lache über tausend Sache bis die Balke ganz schön krache renne tun mer um die Wett.
Und der Martin wird zum "Maddin" und das Karlchen wird zum "Kall," Und der Mann vom fremden Lande denkt, die haben hier nen Knall. Morgens sagen wir "Gemoje".Mittags dann ganz einfach " Tach" Mädchen wird bei uns zum "Meedsche," aus dem Rädchen wird es "Reedsche" und der Lärm der wird zum Krach.
Wichtig ist in Hessen "wischdisch" Mütze wird ganz schnell zu "Kapp", wenn der Micha sich verschmiert hat, sagt die Mutter : " Wisch disch ab."
Sonntags gehn die Leut zur Kirche, aber wir gehen zur "Kärsch," und zu Nachbars Sperrmüll sagt man: "was hat der für e Gelärsch". Zu nem freizügigen Mädchen ruft die Ehefrau nur " pfui" doch der Mann , der sieht das anders sagt zu ihr : " uijuijuijui.!" Wenn ein Mensch ist unsympathisch sagen wir " der ist net nett". Hält er eine schöne Rede, hat er eine "Redd geredd".
Tja , so ist´s bei uns in Hessen, viele tun uns nicht verstehn. Wer damit hat e Problemsche, ja der muß halt wieder gehn.
Köstlich, dein Gedicht, liebe Sabine, und eine Superidee, ein Gedicht als *Fremdwortlexikon* zu benutzen. Mit hessisch Gebabbele werde ich hin und wieder auch *konfrontiert*, da meine Tochter in Wiesbaden wohnt. Obschon sie Hochdeutsch spricht, mischt sich der hessische Dialekt darunter. Ich denke aber, dass diese Verständigungsschwierigkeiten nicht nur in Hessen so sind. Wer zu uns nach Rheinland-Pfalz kommt, hat auch so seine Problemchen. Hier im Westerwald sind die Dialekte sogar von Ort zu Ort noch verschieden. Und ich persönlich finde, das Dialekt erhaltenswert gehört. Es soll ja sogar Landstriche geben, in denen es extra Mundartkurse gibt. Das sprechen wird nicht so schwer fallen, aber Mundart schreiben schon eher. Für meinen Nachbarn-fast 90-überarbeite ich momentan seine Lebenserinnerungen, welche er in Zeitungen veröffentlicht, sowie nun schlussendlich zu einem Buch verfassen möchte, als Nachlass für Kinder, und Enkel. Seine Ausführungen sind teilweise in Platt, wie wir hier zur Mundart sagen, geschrieben. Ein schwieriges Unterfangen, und ich muß hier und da schon mal bei unseren Mundartexperten nachschlagen, wie welches Wort geschrieben wird, obschon ich unseren Dialekt sprachlich beherrsche. liche Grüße für dich, von Edeltrud, und hab eine gute, sowie freudige Woche
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Poesie ist ein Atemzug, der alle Tränen trocknet. Poesie ist der Geist, der in der Seele wohnt, der vom Herzen genährt wird und dessen Wein die Zuneigung ist.