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Manchmal kommt er. Unbemerkt, verdeckt, in anderer Gestalt aber doch so vertraut. Verstohlen schleicht er durch die Tür des goldenen Saals und setzt sich auf den Thron meines Herzens um es mit dem Zepter der Wehmut zu regieren. Ich spüre ihn.
Gerade dann, wenn es um mich herum glimmert und klitzert, steht er plötzlich da. Schwarz mit ausgebreiteten Flügeln, die sanft meine Seele berühren um mich zu locken.
Seine Augen lächeln mich an. Oh , wie ich dieses Lächeln hasse. Und doch.. kann ich mich nicht entziehen und falle In die Tiefen meines Ichs. In die Mördergrube meines Herzens wo die Geister der Beklommenheit stöhnend sich im feuchten Sumpf der Mutlosigkeit suhlen.
Aber da sind auch SIE. Meine Blumen der Selbstachtung. Deren Wurzeln mit dem Wasser der Liebesfähigkeit getränkt ,sich immer fester in mir verankern. Die dem Sumpf das Wasser entziehen und somit den Geistern die Lebensgrundlage rauben.
Und noch immer geschwächt von SEINEM Blick halte ich ihm eine dieser Blumen entgegen, deren leuchtende Farbe ihn blendet und für eine Weile verschwinden lasst.
Ein fantastisch lyrisches und ausdrucksstarkes Werk, liebe Sabine. Ich bin total begeistert. Lyrik wie ich sie liebe!
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Poesie ist ein Atemzug, der alle Tränen trocknet. Poesie ist der Geist, der in der Seele wohnt, der vom Herzen genährt wird und dessen Wein die Zuneigung ist.