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Der Stern und die Laterne
Jeden Tag zur Abendstunde, Strassen leer, weicht Licht dem Dunkel. Nachtwächter dreht seine Runde, Wacht der Stern auf mit Gefunkel.
Freudig blickt Er in die Ferne, Leuchtend hell ein Zeichen sendet. Sucht das Licht von der Laterne, Sorgt sich, das die Nacht bald endet.
Zur gleichen Zeit am Wegesrand, Erwacht auch die Laterne. Entzündet durch des Wächters Hand, Scheint sehnsuchtsvoll zum Sterne.
Die Nacht ganz klar und Wolken fern, So scheinen sich die Beiden. Flieg´ doch zu mir, raunt sanft der Stern, Ich mag nicht länger leiden.
Das geht so nicht, spricht die Laterne, Ich hab´ hier unten meine Pflicht. Der Wächter wird erzürnt mir sein, schenk´ ich ihm nicht mein Licht.
Wär´ nur der Wächter nicht am Ort Ich käm´ dein Licht zu rauben. Wir schlichen Uns gemeinsam fort, Musst nur vertrau´n, nur glauben.
Das will ich gern . sanft - die Latern´, Doch brauch´ ich auch den Wächter. Sein Zündholz macht auch mich zum Stern - Hab´ Acht, ich hör´ Gelächter.
Sor naht er dann wie jede Nacht, mit schwerem Schritt heran alsbald. Hat Morgengrauen mitgebracht, Und die Latern´ in der Gewalt.
Ganz langsam löscht er nun ihr Licht, ein letzter Schein zum Sterne. Bis morgen Abend, lieber Freund, So haucht noch die Laterne.
Wir seh´n uns wieder grüßt der Stern, Von Osten steigt die Sonne. Entschwindet langsam in der Fern´, Versteckt in Wolkenwonne.
MB – 21.10.10
liebe Grüße
"Wenn Du willst, was du nie hattest - dann mache, was du nie tatest"
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