******Achtung! Achtung! ****** Das Autorenforum ist ab sofort geschlossen, es befindet sich neu auf unserem Hauptforum! Bitte nichts neues mehr einstellen! Beachtet bitte den erhaltenen Newsletter! ********
Wie grau, so grau, wenn schwere Wolken ziehen. Vergessen ist das Himmelblau, wenn falsche Götter zur Unterwerfung rufen und falsche Propheten zum Beten niederknien.
Wie schwer, so schwer des Lebens Last auf Schultern wiegt. Wir finden keine Träume mehr, wenn bleierne Schwäne uns tragen sollen in luftige Höh'. Ich seh' was vor uns liegt.
Wie leicht, so leicht das Herz des sehenden Denkers. Wenn die Angst weicht aus den Seelen der Frierenden und die Grausamkeit neuer Diktatoren bleibt verloren wie das Wort des Henkers.
Wie nah, so nah die Tür zur letzten Flucht. Der Weg, so klar, aber verborgen durch den Nebel den wir selbst erschufen durch unser Rufen. Des Unterwürf'gen Sucht.
Wie groß, so groß der Traum des vergessenen Kindes. Entwachsen der Mutter Schoß, doch nach Leben ringend in den Fluten falscher, erdrückender Moral, deren Geschmack so schal. Entrissen der Freiheit des Windes.
Wie kalt, so kalt die Hände, die zum Schutz geboten. Erfroren liegt bald der Menschheit Zuversicht in den Träumen einer fahlen Welt - zerstört, entstellt. Das Heim der lebenden Toten.
Sven Später, 2008
Anmerkung: Hier ist mal ein älteres Werk von mir, das ich aus meinem kleinen, selbstgeschusterten Band "Die wundersame Reise des Herrn Dr. Wurl" entnommen habe. Hin und wieder stelle ich hier auch mal alte Sachen von mir ein, weil ich sie mag :)
"Wir sind längst im Paradies, haben die Hölle draus gemacht." (ASP - Ich bin ein wahrer Satan)
An diesem Gedicht hatte ich einige Zeit gesessen, bis ich damit zufrieden war. Habe es immer wieder verworfen, obwohl die Idee weiterhin feststand. Der Reim selbst ist etwas schwierig zu lesen, aber das war auch meine Absicht. Ich beschreibe eine schwierige Situation, daher dachte ich mir, darf auch ruhig mal das Lesen etwas stocken :D
Viele liebe Grüße
Sven
"Wir sind längst im Paradies, haben die Hölle draus gemacht." (ASP - Ich bin ein wahrer Satan)
Ja, dieses Gedicht ist sehr bildhaft und in vielfältiger Weise zu deuten. Es drückt nichts konkret aus, sagt aber alles, was ich hier zu sagen hatte.
An diesem Werk hänge ich besonders, weiß aber selbst nicht, warum das so ist. Womöglich, weil ich so lange daran gesessen habe. Hier war zuerst der Titel da. Das kommt oft vor, aber nicht in dieser Art. Mir gingen die *bleiernen Schwäne* durch den Kopf, setzten sich dort fest und ich musste versuchen, sie soweit zu erforschen, bis sie mir sagten, was sie von mir hören wollten, was ich niederschreiben sollte. Ich weiß, das mag sich ein wenig eigenartig anhören, aber es ist der Versuch, meinen Denkprozess dabei zu beschreiben.
Als ich das Gedicht beendet hatte, wusste ich, dass ich ein ähnliches Werk nie wieder würde schreiben können - und genau so soll es auch sein.
Viele liebe Grüße
Sven
"Wir sind längst im Paradies, haben die Hölle draus gemacht." (ASP - Ich bin ein wahrer Satan)