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das Spenden in diesen Zeilen ist eine andere Art von Spende. Hierbei geht es nicht um die Hilfe, die gewährt wird, sondern um die Abzocke, die auch in diesem Bereich schlicht und ergreifend zugenommen hat.
Gott braucht kein Geld, von niemandem. Kein Gott braucht das. Und Spenden hin oder her - löblich, wenn damit Gutes erreicht wird, keine Frage. In vielen Bereichen und Krisensituationen sähe es düster aus ohne Spenden, aber es gibt eben auch die schwarzen Schafe unter den Spendenempfängern, die explizit behaupten: Du hast nur Anrecht auf dein Seelenheil, wenn du spendest, ganz gleich, welche guten Taten du vollbringst - und dann aber auch bei den Spendern, die nur aus dem Grund spenden, weil sie dann glauben, Gott hätte sie ganz besonders lieb und alle anderen nicht.
Der Glaube darf nichts kosten, niemand sollte annehmen, man sei gezwungen zu zahlen um glauben zu *dürfen*. Leider wird das aber oft impliziert. Geld ist nicht alles in der Welt, wird aber oft als wichtiger angesehen oder als höher eingestuft als alles andere. Dabei verliert die Menschlichkeit immer mehr an Bedeutung. Nicht überall, aber leider ist der Tenor alles andere als rosig.
Schade eigentlich, denn es kann auch ohne Geld Gutes bewirkt werden und ich bin froh, dass es viele Menschen gibt, die das tun :)
Viele liebe Grüße
Sven
"Wir sind längst im Paradies, haben die Hölle draus gemacht." (ASP - Ich bin ein wahrer Satan)
Zitat: Du hast nur Anrecht auf dein Seelenheil, wenn du spendest, niemand sollte annehmen, man sei gezwungen zu zahlen um glauben zu *dürfen*. Leider wird das aber oft impliziert. Zitat Ende
Lieber Sven Wer erzählt denn sowas? wenn ich das lese komme ich mir vor wie im MA. Sobald das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt Hast du schon mal an all die Menschen gedacht, die freiwillig und ehrenamtlich bereit sind andern zu helfen? Wenn es nicht solche Menschen gäbe, wär die Menschheit als Ganzes arm dran, könnt sie nicht mehr bestehen Und beten,Sven, kann jeder zu jeder Zeit, denn die Gedanken sind frei. Lieben Gruß Eveline
du hast diese Frage in sehr guten Zeilen hier in den Raum geworfen. Glauben kostet nichts. Ich darf glauben, Gott verlangt nichts, ich darf beten, wann und wo ich möchte.....und ich darf spenden. Wenn ich all das tue, kommt es von Herzen, bzw. es sollte von Herzen kommen, ohne dass damit ein egoistisches *Ziel* verfolgt wird. Ebenso sollten auch die Spendenaufrufer keine internen egoistischen Ziele damit verfolgen. Sofern dieses nicht Herzgetragen ist, hat Gottes Wort das Innere des Menschen nicht erreicht: Liebe, Güte und Menschlichkeit ....es wäre schlichtweg gesagt eine *Scheinheiligkeit*
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Poesie ist ein Atemzug, der alle Tränen trocknet. Poesie ist der Geist, der in der Seele wohnt, der vom Herzen genährt wird und dessen Wein die Zuneigung ist.
nun möchte ich mich auch nochmals zu Wort melden, ich bin zwar nicht mehr oft hier im Garten der Poesie, es fehlt mir einfach die Zeit dazu,
aber trotzdem möchte ich hier zu diesem Thema schreiben
bei uns in Österreich wird kein Glaube an Gott mittels Geld vermittelt, und ich weiß wovon ich rede, ich arbeite schon seit langer Zeit ehrenamtlich in der Pfarre meines Ortes......
bei uns habe ich diese Art und Weise niemals gespürt,
ganz besonders hat mir gefallen, dass viele Menschen für die Flutkatastrophe in Pakistan gespendet haben, spontan ihre Hilfe mittels Geld angeboten haben, egal welche Glaubensrichtung es zählte nur der Mensch.
Ich denke es liegt an jeden von uns, was wir aus unserem Glauben machen, nur wir selbst sind verantwortlich für unser Tun und was die anderen tun liegt in ihrem Ermessen.
Für mich persönlich steht
die Liebe zu Gott an der 1. Stelle und die Liebe zu den Anderen und zu mir selbst muss passen und wenn das nicht der Fall ist, dann sind tausend Worte hinfällig.
Ich persönlich habe sehr viel Gutes in unserer kirchlichen Gemeinschaft erlebt, auch in Krisensituationen sehr viel Hilfe und Unterstützung, menthal und finanziell erhalten, und mir ist es einfach leid, wenn ich immer wieder nur die negativen Seiten lesen muss. Es gibt sehr, sehr viel Positives, und über das schreibt kaum einer.....
Ja, zuweilen polarisieren meine Worte und das ist auch gut so. Bei diesen Worten geht es nicht um Spenden im Allgemeinen, es geht nicht um eine Verneinung des Glaubens, wie auch immer der aussehen mag.
Edeltrud hat es sehr schön ausgedrückt: Es geht um eine Art Scheinheiligkeit.
Hier ist auch nicht nur ein Land angesprochen, wie z. B. unsere Bundesrepublik. Ich habe nichts gegen Spenden, warum sollte ich auch. Wir spenden beispielsweise kein Geld, sondern richten Sachspenden an Bedürftige. Es geht hier auch nicht um die, die aus freiem Willen spenden und mit ganzem Herzen helfen.
Hier geht es um Sekten, um falsche Propheten, um Prediger, die Geld für ihren *speziellen* Dienst verlangen und um solche, die den Glauben und die Güte der Menschen unter einem Deckmantel missbrauchen.
Ich sage nicht, dass es nichts Gutes gibt, aber ich bin nicht der Mensch, der die schönen Dinge anspricht. Ich nenne das Unbequeme beim Namen, schreibe über das, was man nicht immer gern lesen möchte, begebe mich freiwillig in den Schatten, da er mir besser zu Gesicht steht. Das heißt im Umkehrschluss nicht, dass ich ausschließlich *unschöne* Dinge niederschreibe, aber sie sind ein wesentlicher Teil meiner Arbeit.
Andere besingen das Leben, ich erinnere an den Tod, um es auf einen knapperen Punkt zu bringen.
Bei diesem Gedicht dachte ich u. a. auch an etwas, dass einer meiner ehemaligen Professoren einmal gesagt hatte, der sich über Leute aufregte, die zwar viel spenden, aber ansonsten herzlos sind (solche gibt es leider auch, aber natürlich nicht nur): "Wenn da einer jeden Monat 1.000 Euro spendet, aber einem Obdachlosen nicht mal beim Aufstehen helfen kann und an dem hochnäsig vorbeigeht, braucht er sich auch nicht auf ein Seelenheil zu freuen."
Es GIBT aber solche Menschen, es GIBT das Schlechte in der Welt und es GIBT finstere Gedanken auch bei Spendenaktionen. Es GIBT Prediger, die ihren *Schäflein* sagen, dass Gott sie nur dann hört, wenn sei ihr Geld hergeben und es GIBT viele Menschen (oft und leider viele alte, einsame Menschen), die auf solche Maschen hereinfallen und denen das letzte Hemd vom Leib gerissen wird. Mit der Angst vor dem Unbekannten, vor dem Unwissbaren war schon immer gutes Geld zu machen und das hat sich nie geändert. Wird sich auch nicht ändern.
In der letzten Strophe wird es deutlich:
Es reicht grad Seele, Herz, Verstand und auch ein wenig Toleranz. Da braucht es keinen Kontostand, gratis bleibt die höchst' Instanz.
Braucht es tatsächlich mehr, um glauben zu dürfen? Braucht Gott Geld? Darum geht es. Ich kann darüber sehr frei schreiben und nehme mir das Recht dazu natürlich heraus, da ich einem anderen Glauben angehöre, nicht aber dem Christentum. Dennoch schätze ich die Christenheit, glaube daran, dass Jesus einst gelebt und vielen Menschen geholfen hatte und stimme sehr vielen christlichen Lehren zu. Aber auch den verwandten jüdischen Lehren, den Lehren des Islam, des Buddhismus ... Toleranz gegenüber anderen Glaubensrichtungen ist das A und O in der Welt.
Und bei der letzten Strophe bleibe ich natürlich auch. Wer nicht mit offenem Herzen durch die Welt geht, dem hilft am Ende auch kein offener Geldbeutel.
Das ist die Aussage, die dahinter steckt.
Viele liebe Grüße
Sven
"Wir sind längst im Paradies, haben die Hölle draus gemacht." (ASP - Ich bin ein wahrer Satan)
Ja, Heidemarie, das tue ich auch. Ansonsten wäre es zu einseitig, ansonsten könnte man nicht wirklich leben.
Mir *liegen* die unschönen Dinge, nenne es einen Fluch, wenn du willst, aber ich habe meine innere Dunkelheit akzeptiert und damit leben gelernt. Dennoch schließe ich das Schöne nicht aus. Leider sehe ich in der Welt nicht viel Gutes - was nicht bedeutet, dass es das nicht gibt. Zuweilen frage ich mich aber, ob nicht manchmal das Dunkel ein wenig zu viel wird.
Kinderleichen in Mülltonnen, verbrannte Menschen, die sterben müssen, weil sich Nationen nicht ausstehen können, Kranke, die alleine bleiben müssen, weil niemand sie mag, alte Menschen, die man vergessen hat, junge Menschen, denen man das Leben raubt und zuvor vielleicht noch ihre Existenz als Mensch, geschlagene Kinder, misshandelte Kinder, missbrauchte Kinder, denen man nicht zuhört, Hass, Krieg, Demütigungen, wenn Menschen sich nicht wehren können ... das ist es leider, was ich Tag für Tag vor Augen habe. Darüber schreibe ich auch.
Aaaaber: Ich schreibe auch über die Liebe zu meiner Frau, über die Liebe und das Wunder der Natur, über den Geist, die Seele, die unendliche Vielfalt des Lebens und den Glanz der Sterne.
Wenn ich hierzu einmal den guten, alten Goethe bemühen dürfte: "Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust" (Goethe, *Faust I*)
Das könnte es wohl ausdrücken.
Viele liebe Grüße
Sven
"Wir sind längst im Paradies, haben die Hölle draus gemacht." (ASP - Ich bin ein wahrer Satan)
Lieber Sven! Ich habe jetzt erst die heiße Diskussion hier gelesen. Ich gebe Dir recht. Geld regiert die Welt, das ist nichts Neues und gab es schon zu allen Zeiten. Selbst Jesus hat die Händler aus dem Gotteshaus geworfen. Wer kennt noch den Tanz um das Goldene Kalb.
Allerdings trenne ich strikt zwischen Kirche und Glaube.
Aus eigener Erfahrung habe ich viel Negatives mit der Kirche erlebt, das es mich im Nachhinein noch schüttelt.
Aber glauben darf ich frei, kostenlos, ungebunden und überall.
ich sehe sehr viel Gutes in dieser Welt, in meiner Umgebung..... lachende Kinder, grüne Bäume, bunte Schmetterlinge,
Menschen die gut zu einander sind, sich gegenseitig helfen, Eltern die ihre Kinder lieben, Menschen die sich um die Umelt und die Tierwelt sorgen.....
und ich sehe das Licht in meinem Herzen, spüre wieviel nur ein Lächeln bewirken kann....
und ganz besonders spüre ich immer wieder die Liebe Gottes, und meines Bruders Jesu, bin dankbar, dass er uns von unserem Vater erzählt hat, und dieser Vater dadurch für uns Menschen ein Gesicht bekommen hat.....
ich persönlich habe in der kirchl. Gemeinschaft sehr, sehr viel Schönes erlebt und erlebe es immer wieder. Wir sind eine tolle junge Runde, die viel bewegt, die auch für einander einsteht, habe es ganz besonders erlebt, als meine liebste Freundin an Krebs starb.
Und ich sehe es jetzt, als der Patenonkel meines Mannes diese Woche gestorben ist, wie rührend sich die Angehörigen, Freunde und Bekannte um die Familie, die Ehefrau, die Kinder usw. kümmern. Es gibt für mich sehr viel Positives und ich werde nicht aufhören an das Gute zu glauben.
Es gibt auch sehr viel Schlimmes, aber es hilft mir persönlich nicht, wenn ich mir das immer vor Augen halte, ich versuche, durch meine Gedanken, mein Leben Licht in meine Umgebung zu bringen, und ich weiß, es ist wie wenn ich einen winzigen Stein ins Wasser werfe, er zieht Kreise.........
Stimmt, Kirche und Glaube haben nicht immer etwas miteinander zu tun. Ich verfechte den freien Glauben, das freie, ungebundene Glauben. Dabei bin ich stets darauf bedacht, auch anderen Religionen weitgehend offen gegenüber zu treten, sie zu respektieren. Falsche Auslegung des Glaubens dürfte es wohl in allen Spielarten geben, das ist ganz einfach so. Nun verhält es sich aber auch so, dass ich philosophisch verdorben bin und viele Dinge gern in Frage stelle oder immer wieder etwas hinterfrage, selbst in meinem eigenen Glauben. Jesus hat die Liebe gelehrt. Er hat versucht, die Menschen untereinander und miteinander zu versöhnen. Aber auch Jesus war ein Mensch mit Gefühlen. So hat er - gem. den Überlieferungen - in seiner schwersten Stunde zumindest einmal an Gott gezweifelt (Mein Vater, warum hast du mich verlassen?).
Aber ja, in diesen Zeilen geht es ausschließlich eigentlich darum, dass Glaube gratis ist und dass auch niemand das Recht hat, dafür Geld zu verlangen. Es geht nicht um völlig freie Zuwendungen, es geht um eine psychologische Drucksituation, die sich zuweilen bemerkbar macht.
Diese Diskussion freut mich aber. Es ist schön, dass es verschiedene Meinungen gibt. Wie ärmlich wäre unsere Welt ohne unterschiedliche Sichtweisen. Und die Meinungen sind ja auch belegt und nicht einfach nur so dahin gesagt, das freut mich nicht minder. Es ist angenehm, dass es noch eine Diskussionskultur gibt.
Liebe Heidemarie,
natürlich sehe ich die Welt in ihrer Gesamtheit. Bei meiner Sichtweise überwiegt nun mal die dunklere Seite. Ich freue mich auch darüber, dass es eben die schönen Dinge gibt. Wenn ich solche Themen angehe, ziehe ich selbst nur selten einen persönlichen Nutzen daraus. Sie belasten mich, darum schreibe ich sie mir von der Seele. Zudem sollen sie anregen, vielleicht herausfordern, aber auf alle Fälle zum Hinschauen animieren.
Bitte nicht falsch verstehen, ich meine damit nicht, dass du wegschauen würdest. Im Gegenteil. Das ist nur die allgemeine Intention, die mich mit den Stacheln und Dornen der Welt arbeiten lässt, während ich aber dennoch weiß, ihren Honig zu kosten.
Ich danke dir für diese rege Diskussion, da mich andere Sichtweisen immer interessieren und mich selbst natürlich auch zum Nachdenken bringen.
Viele liebe Grüße
Sven
"Wir sind längst im Paradies, haben die Hölle draus gemacht." (ASP - Ich bin ein wahrer Satan)
ich sehe die Welt auch in ihrer Gesamtheit, nur für mich ist es eben so, dass ich Dinge die ich nicht unmittelbar ändern kann, mich nicht mehr in dieser Art und Weise verzweifeln lassen, wie ich es früher getan habe, denn wenn ich mich selbst nicht gut fühle, kann ich kein Licht für andere sein
und gerade desshalb, weil Jesus in seiner schwersten Stunde an Gott verzweifeln ließ, ist er mir persönlich so nahe, es bedeutet eben, er ist Mensch, ein Mensch mit unsagbar viel Gefühl und kein Außerirdischer, mit großer Macht und Zauberkräften, darum ist er mir gerade desshalb so wichtig......
für mich waren die Bücher von Paul Ferrini, "Liebe ist meine Botschaft", "die Wunder der Liebe" usw. die besten Bücher, die ich zu diesem Thema gelesen habe, und sie haben mein Leben sehr entscheidend beeinflusst......
Somit möchte ich diese Diskussion beenden, ich persönlich habe durch den Tod meiner liebsten Freundin, eine ganz andere Sicht der Dinge bekommen, wir beide haben soviel über Gott und die Welt gesprochen, gerade in den letzten Monaten vor ihrem Tod, ich habe durch sie gelernt, mein Leben zu lieben, jeden Moment zu spüren und Gott dafür dankbar zu sein
und ich denke sehr oft an ihre letzten Worte beim Abschied: "Heidi, wir sehen uns wieder, ganz bestimmt......
wir sehen uns wieder und bis dahin habe ich ihr eines versprochen, zu leben, und jede Sekunde in meinem Leben zu spüren und dafür unendlich dankbar zu sein. Das Leben als Herausforderung zu sehen.
ich danke dir für die schönen Schlussworte und stimme zu, sonst läuft sich das hier rund. Wir mögen verschiedene Lebensweisen haben, aber unser Ziel, menschlich gesehen, ist ohnehin das gleiche, wage ich zu sagen. Wir wollen beide ein wenig mehr Gutes um uns herum erschaffen und freuen uns auch darüber. Es freut mich übrigens, dass es mehr Menschen gibt als ich dachte, die Jesus zwar als besonderen Menschen - was er auch ganz sicher war - sehen, aber eben als Menschen. Im Grunde einer von uns. Etwas anderes hatte er selbst in seinen Lehren auch nie behauptet, da kann ich mit dir absolut konform gehen.
Diesen Beitrag schreibe ich nur darum, weil ich zuweilen ein wenig abergläubisch bin und ich schlicht hier keine 13 Beiträge stehen haben wollte Man sehe es mir bitte nach.
Nochmals danke für die rege Diskussion, hat mich sehr gefreut und mir auch neue Perspektiven eröffnet.
Viele liebe Grüße
Sven
"Wir sind längst im Paradies, haben die Hölle draus gemacht." (ASP - Ich bin ein wahrer Satan)