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Wie sie da thront-so verträumt, so verklärt! Die langen blonden Haare leicht verschwitzt und vorwitzig über ihre Schultern fallend. Das weisse bis über die Knie gehende Hemdchen leicht hochgerutscht. Es ist aus knisternder glänzender Seide und zeichnet ihre Körperformen eins zu eins ab.
Sie sitzt auf der inneren Fensterbank und genießt die frühe Morgensonne, die hinter den Dächern der alten Häuser langsam hervorkriecht und in wenigen Minuten die ganze Stadt fluten wird. Die junge Frau hat ein Bein ausgestreckt, das Andere leicht angewinkelt. In ihren von der Nacht noch müden Augen liegt ein tiefer überirdischer Glanz. Halb gefüllt die Kaffeetasse, leicht am Rand beschmutzt- der Löffel steckt noch. Sie sieht dem Rauch ihrer Zigarette nach und beobachtet zwei wabbelnde Ringe, die sich nach oben hin langsam auflösen. Ihr Mund formt Zufriedenheit.
Was für eine Nacht! Was für eine Nacht!
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Für den Optimisten ist das Leben kein Problem, sondern bereits die Lösung. ( Marcel Pagnol)
Hallo Hifify Mir haben die Zeilen sehr gefallen. Auch wenn man keine junge Frau – oder nicht mehr jung ist, kennen wir doch diese wunderbaren Nachwirkungen. Und erleben sie noch immer.
Ich konnte es beim Lesen nachfühlen. LG Grüsse Harry
ein sehr sinnliches Erzählgedicht. Zeile für Zeile greifbar nachzuempfinden das Erlebte, die innere Zufriedenheit, als auch den Seelenglanz nach dieser Nacht, welchen sie mit in den neuen Tag nimmt, und darüber hinaus.
Ich bin begeistert von deiner ungereimten Lyrik. Sie ist wunderbar
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Poesie ist ein Atemzug, der alle Tränen trocknet. Poesie ist der Geist, der in der Seele wohnt, der vom Herzen genährt wird und dessen Wein die Zuneigung ist.