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Ich habe in tiefe Abgründe gesehen, betreffend mein kleines Leben und mich. Trotz allem - immer wollte ich bestehen und es schmerzte zuweilen, fürchterlich.
Doch falsch ist zu denken, es gab nichts zum lachen. So viele Dinge im Leben, konnten Freude mir machen. Am Ende vielleicht meines Weges, hier in Schweden, einem Ort hoch im Norden nicht geschaffen für Jeden. Habe heftig das Gefühl ich, ich lebe nicht mehr lange. Wo ich so glücklich bin, das macht mich mehr als nur Bange.
Während einer Andacht, nicht folgend gedanklich abwesend, kamen Gedanken mir, wie aus dem Nichts. Es geht zu Ende, nur kurz noch, bin ich hier anwesend. Mit einer Gewissheit, das es traf mich, wie ein Schlag ins Gesicht.
Plötzlich glaubte zu wissen ich, es ist so, aber warum? Was habe ich getan? Still mich umsehend nahm ich wahr, sitzend in den Kirchenbänken die mir lieben Menschen andächtig singend wie nach einem Plan, als Britta mich berührte. Ihr wollt ich doch so viele Jahre noch schenken, obwohl, ich wusste doch genau, das entscheide nicht ich. Sie nicht ansehend, streichle entschuldigend ich sanft ihr Gesicht.
Sie ist mir so nahe, schmiegt sich an und ich spür ihre Wärme. Klare Gedanken, aber einen Kloß im Hals, ich muss weinen. Tränen laufen mir übers Gesicht, die Nähe ist in endlos weiter Ferne. Warum jetzt, ich habe doch alles, so sollte man meinen. Eben noch glücklich, Gedanken als Realität? Wie ist mir geschehen? Habe ich was sich zutragen wird, dinglich in die Zukunft gesehen?
Es bleibt nicht unbemerkt, ich spüre es, und mir es ist egal. Nicht mehr lange währt mein Leben? Mir ist unbegreiflich, wie entsteht solch ein vermeintlich Wissen, mit einem Mal? Wieder weine ich, kann mich nicht wehren, bin unsagbar traurig. Hat Gott mich hierher geführt, mir gezeigt was möglich, damit ich weiß – ein Dasein ist niemals, generell unerträglich?
Völlig durcheinander, nicht begreifende aufgewühlte Gefühle der Gottesdienst ist beendet, die Besucher streben dem Ausgang zu. Sitzend bleibend eben noch Hitze, spüre ich jene Kühle wenn man weiß es ist so. Mich ergreift eine ungekannte Ruh`. Leben will ich, die mir verbleibende vielleicht kurze Zeit. Erhebe mich umarme meine Britta, denn noch, ist es nicht so weit.
tief in jedem einzelnen...dieses wissen...und das abschied nehmen...das uns so endgueltig scheint.. und doch unser leben lang ueber uns schwebt...
du hast es so schoen beschrieben, wie kurz die zeit im nachhinein gesehen ist...und doch, wie wertvoll jeder kommende moment ist, den wir intensiv und bewusst leben...wie der kostbare moment, wenn du die voegel im fruehling beobachtest...der so intensiv ist...mit soviel liebe erfuellt... leider wird einem dies erst bewusst, wenn wir merken, dass die zeit langsam zu ende geht...und doch, kann sie noch intensiver sein, als viele jahre zuvor...
Du beschreibst Gefühle, wie man sie - wie Moni schon schreibt - kennen lernt, wenn man älter wird, lieber Harry.
Auch ich kenne solche plötzlich aufkommenden, wehen und schmerzenden Momente, in denen einem ganz vehement klar wird, dass man nur eine ganz kurze Zeit auf dieser schönen Erde lebt. Mir wird es oft klar, wenn ich draußen in der Natur bin und ein Vögelchen singen höre, einen schönen Baum sehe - dann frage ich mich, wie lange ich das noch genießen darf. Deswegen auch vor ein paar Tagen mein Gedicht "Ach Vöglein" - es wurde aus dem gleichen Grunde geschrieben. Da wurde mir eben wieder klar, dass die Zeit knapp wird.
Lass uns jede Minute genießen, die Zeit bewußt erleben - sie wird immer wertvoller
Ein schönes Gedicht, lieber Harry, mit sehr viel Tiefgang und trotz allem, Gedanken, die es wert sind, gedacht zu werden
HP: http://e-goerges.repage2.de °°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°° Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden.
Dies sind Empfindungen, lieber Harry, die einen immer wieder überkommen, wenn man sich der Zahl des eigenen Alters bewußt wird. Man resümiert, mit den schönen Momenten im Blick, und ob wir derer noch einige erleben dürfen, bis wir den Weg beschreiten, den wir alle einmal gehen müssen...irgendwann.
Ein tiefsinniges Gedicht, fühlbar, und schön geschrieben
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Poesie ist ein Atemzug, der alle Tränen trocknet. Poesie ist der Geist, der in der Seele wohnt, der vom Herzen genährt wird und dessen Wein die Zuneigung ist.
Liebe Freunde, ich hoffe ich darf Euch so nennen, ich bin gerührt und ein wenig verlegen. Es ist ein wunderbares Gefühl Zeilen in dieser Form zu lesen.
Ich verspreche auch EURE WERKE zu lesen und zu kommentieren. Habt bitte ein wenig Geduld mir mir. Erkläre später warum ich nur sporadische hier bin.