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Im Kamin lodert so hell die Flamme heiß, lebendiges Licht durchflieset sanft den Raum. Gedanken wandern auf alten Zeiten Reis´ Gelebtes, gedachtes, vermischt im Traum.
Reflexe zucken überstrahlen die Wand Geräusch zerberstenden Holzeslaut erschallt Gestalten der Kindheit ich fass mit der Hand Phantasie und Feuer Schaffen Traum Gestalt
Weit hinaus die Reise trägt an fernen Platz Gestalten lachen singen träumen so nah Erfüllt mit Wärme, und Licht der Seele Schatz Erinnerung einst war ich glücklich da.
Stunden vergehen im Bilderwechsel Schnell Feuer und Traum neue Nahrung er halten Schon wird es hinter dem Fenster wieder hell Zeit verrinnt im Feuer der Zeiten Alten
Hallo Graf von Waldungen! Da steigen Erinnerungen auf, obwohl ich als Kind nie am Kamin gesessen habe. Vielleicht reicht unsere Beziehung zum gezähmten Feuer weit über uns hinaus und sehr weit zurück. Nicht von ungefähr gibt es in Gaststätten einen Tresen und die dahinter liegende Bar funkelt oft wie ein Lagerfeuer, wo auch einzelne Fremde sich dazu setzen können und wo Geschichten erzählt werden. Manchmal ist es gut Vergangenes aufsteigen zu lassen und es erneut anzufassen. Danke für das schöne Gedicht. Grüße aus der Provinz Lippe / Walter
Ich habe eiserne Grundsätze - Wenn Sie Ihnen nicht gefallen - ich habe auch andere (Groucho Marx)
Ich fühle mich sofort zurück versetzt an meine Urlaubsjahre in Österreich. Beim Gewitter auf einer Almhütte vor dem Kamin. Der Almwirt mit der Gitarre und wir sangen Volkslieder und lyrische Texte. Wunderschön.
Heute, am Todestag meines Sohnes gehen meine Gedanken zurück unter das letzte gemeinsame Dach. Dort hatten wir einen Kamin, der nicht allzu oft brannte. Aber in Gedanken verbrenne ich heute vieles, was bedrückt, belastet, schmerzhaft quält und bohrt, nicht nur das, was mit meinem Sohn zu tun hat. Aber mit dem Loslassen der Erinnerungen ist das so eine Sache. Vieles kommt ungewollt als Asche zurück. So lese ich das Gedicht mit gemischten Gefühlen, die aber mit mir, mit meiner Lesesituation zu tum haben.
Man kann die Fackel der Wahrheit nicht durch die Menge tragen, ohne einigen Leuten den Bart zu versengen. Lichtenberg.