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Jene gingen, andre kamen aber du, du sprengst den Rahmen, bist seit Jahren schon bei mir … Kenne leider keinen Namen weiß recht wenig nur von dir –
Einstmals, als Du bist gekommen, war vom Anblick ich benommen, dass ich wirklich sprachlos war … heute helfen mir die frommen Sprüche, dabei ist mir eines klar:
Namen rauchen oft und schallen, sagen wenig und verhallen, doch dein Wesen spricht für sich … niemals lasse ich dich fallen, denn, dein Schweigen liebe ich !
Hoppla! Noch ein Juwel und ich entdecke es erst jetzt. Besser spät als nie! Nur kurz zur Form, bevor ich auf den Inhalt eingehe: letzter Vers der zweiten Strophe hat eine Hebung zuviel, wenn Du in der Metrik bleiben willst (Sprüche, dabei ...). Allerletzte Zeile sollte evtl. auf "ich" und nicht auf "dich" enden?
Das Gedicht wirkt. Und dann wirkt es nochmal. Zunächst dachte ich an eine heimlich observierte Angebetete, namenlose Blumenverkäuferin etc. Nun, nach erneutem Lesen, glaube ich, Du sprichst von und mit dem Göttlichen, willst aber keinen Namen verwenden wie etwa, nun ja, Gott.
Wie falsch liege ich damit? Bestimmt werde ich nach erneutem Studium der Strophen auf eine völlig andere Deutung stossen. Genau das gefällt mir aber an diesem Gedicht.
Hinrich, Du bist alles andere als namenlos und mit solchen wunderbaren Zeilen hast Du Dir ja schon längst einen Namen unter uns Dichtern gemacht. Ich freue mich immer wieder, etwas von Dir zu lesen.
ich freue mich, dass Euch mein Gedicht anspricht, etwas zu sagen vermag – danke !
Lieber Arne, wie gewohnt, gehst Du der Sache auf den Grund, versuchst den Gedankengängen der Autoren auf die Schliche zu kommen. Du hast auch in diesem Gedicht die Mehrdeutigkeit erkannt …
Du hast übrigens Recht mit Deiner Anmerkung zu St.2 / V 5 – da habe ich formal eine Hebung zuviel eingebaut, doch das ist ganz bewusst geschehen. Das ergibt beim Lesen oder Vortrag einen kleinen Fingerzeig, eine „Hebung“ im wahrsten Sinne des Wortes, der dem Leser oder Zuhörer ein wenig Aufmerksamkeit abverlangt – offensichtlich ist mir das gelungen – oder ? –
Das Schlusswort in St.3 / V 5 (ein kleiner Tippfehler) habe ich korrigiert.
Ausgewählt und gelesen in Radio Neda am 07.06.09 in der Sendereihe "Klassische Momente, lyrische Gedanken“ anlässlich des 3.Geburtstages vom "Garten der Poesie" und als kleine Anerkennung für das Engagement in der Gartenlaube. Liebe Grüße Bernd