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Ich geh zu den Nackten auf Sylt noch immer vom Kleid verhüllt. Ich lauf übern weißen Strand, dort sehe ich allerhand.
Da liegen sie schlank und rund allein oder im Verbund, die Herren im Adamskostüm, die Damen ohne Parfüm.
Und weil mir die Nacktheit gefällt und sie mir niemand vergällt, lass ich sogleich vor allen mein Kleid und die Wäsche fallen.
Ich spring in die Wellen hinein schon bin ich nicht mehr allein, drei Herren sich um mich bemühn, der eine aus Hamburg, der andre aus Köln, der dritte aus Neukirchen Vluyn.
Sie albern und lachen mit mir. Bist du zum ersten Mal hier? hör ich wie aus einem Mund. So tun sie ihr Denken mir kund.
Wir schwimmen zu viert an Land und legen uns nackt in den Sand. Wir gießen uns voll mit Öl, das gibt ein lautes Gegröhl.
Als wir dann so ölig sind, freut jeder sich wie ein Kind. Dann tun wir uns noch erkühnen und springen nackt durch die Dünen.
Hier macht mir Kurt Avancen, er aber hat keine Chancen. Nach ihm versucht es auch Fred, doch der ist dafür zu blöd.
Zum Schluss umwirbt mich auch Kaan, der ist noch ein rechter Galan. Er erstürmt mein Herz im Nu und bekommt auch die Seele dazu.
Jetzt ist die Geschichte aus, denn Kaan und ich gehn nach Haus. Dort wird uns die Liebe besiegen und durch uns noch Kinder kriegen.